Behandlungs-Dauer: Mai 2011 bis Juli 2016
Versicherung: Der Patient ist privat versichert.
Geschlecht des Patienten: männlich
Alter des Patienten zwischen 60 und 70 Jahren
Ich mache seit 2011 bei Dr. Strasser urologische Vorsorge-Untersuchungen. Sie wurde mir durch meine Hausärztin empfohlen und ist nicht nur fachlich sehr kompetent, sondern hat auch eine sehr gute Sozialkompetenz: sie ist freundlich, humorvoll, sehr einfühlsam, besorgt, verantwortungsvoll und kann im entscheidenden Moment genau im rechten Masse insistieren. Mit den letzteren drei Eigenschaften hat sie wahrscheinlich mein Leben entscheidend verlängert:
im Mai 2015 wurde bei unauffälliger sonstiger Situation eine Erhöhung des PSA-Wertes festgestellt. Deswegen empfahl Dr. Strasser kürzere Untersuchung-Intervalle. Im Nachhinein ist mir klar, daß sie da etwas kommen sah - aber sie hat nie irgendwelche Ängste geschürt oder mich in Panik versetzt, sondern war immer sehr sachlich, ruhig und positiv - und zunächst sogar recht zurückhalten mit Mutmaßungen.
Im Herbst 2015 war der PSA-Wertes weiter gestiegen, und Dr. Strasser empfahl die nächste Messung zum Ende des Jahres. Da ich nicht dazukam, einen Termin zu machen, rief sie mich persönlich im Januar an, um zu hören, wie es mir geht, und drängte (sehr vorsichtig) auf eine weitere Untersuchung. Diese ergab wieder eine PSA-Wert-Steigerung. Dr. Strasser empfahl mir, bald ein MRT machen zu lassen - das tat ich auch umgehend. Da die Ergebnisse dort nicht eindeutig waren, aber eine erhöhte Aktivität in der Prostata zeigten, riet zu einer Biopsie, die sie im März durchführte. Die Prozedur war (auch für mich logistisch) sehr unproblematisch und bis auf ein paar Tage Brennen beim Wasserlassen völlig beschwerdefrei.
Der Befund der Biopsie allerdings wies klar ein Prostata-Karzinom aus. Dr. Strasser beriet mich eingehend und sehr neutral hinsichtlich Behandlungsmöglichkeiten und informierte mich auch zu der laufenden Prefere-Studie zur Behandlung dieser Krebsform. Die Art, wie sie dies Tat, war gleichzeitig beruhigend für mich und doch eine Klarstellung, daß baldigst etwas getan werden müßte. Dr. Strasser riet insgesamt zu einer Operation, stellte aber auch die Möglichkeiten einer Bestrahlung heraus. Mir leuchtete besonders ein, daß eine Bestrahlung den problematischen Nebeneffekt hat, daß - falls nach der Bestrahlung doch eine OP notwendig werden sollte - diese recht problematisch wird, da das bestrahlte Gewebe sehr vernarbt und geschädigt ist und sich weit weniger gut trennen lässt.
Dr. Strasser's Analyse der Lage wurde von Prof. Stief in Großhadern (wo ich wegen der weiteren Therapie vorsprach) vollständig geteilt.
Inzwischen bin ich operiert - so erfolgreich wie es in der gegebenen Situation nur sein kann. Soweit ersichtlich ist der Krebs voll umfänglich entfernt und hat nicht metastasiert. Die Operation (im Mai) selbst war erstaunlich problemlos und die Heilung schreitet sehr schnell voran. Nach einer Anschluß-Heilbehandlung sind die wohl unvermeidbaren Kollateralschaden der Behandlung bereits im Abklingen. Die Inkontinenz ist so gering, daß sie im Alltag kaum einen Effekt hat, und wird weiter nachlassen. Die Orgasmus-Fähigkeit ist gegeben, und auch die Erektions-Fähigkeit macht erste Schritte zur Besserung.
Dank Dr. Strasser's Kompetenz und Aktion mir gegenüber ist mir das Schicksal, das meinen Vater vor über 25 Jahren ereilt hat, erspart geblieben: unerkannter Prostata-Krebs, stärkste Metastasen in das Skelett, große Schmerzen, Tod 1 Jahr nach der viel zu späten Diagnose und 3 Monate nach der Pensionierung. Ich habe nun eine gute Chance an etwas ganz anderem - und noch nicht so schnell - zu sterben.
Dr. Strasser - und ihr Team - hat meine uneingeschränkte Empfehlung.
Empfehlen kann ich eindringlich auch nur jedem Mann, die Vorsorge-Möglichkeiten wahrzunehmen.
Danke für's Lesen.